Kunstwerkstatt Constantin

„KunstWerkstatt Constantin“ ist reif fürs Museum

11. Oktober 2017

Menschen mit Behinderung stellen ihre Werke nach fünf Jahren Projekt aus

Menschen mit Behinderung stellen im Bochumer Kunstmuseum aus: Die Schau „KunstWerkstatt Constantin“ der Beschäftigten der Werkstatt Constantin-Bewatt ist das Ergebnis eines fünfjährigen Projektes.

Immer mittwochs hat sich seit 2012 eine Gruppe von der Hiltroper Straße aus ins Museum an der Kortumstraße aufgemacht, um zunächst Theoretisches zur zeitgenössischen Kunst zu erfahren – und sich später auch selbst mit Gemälden, Collagen und Fotos auszuprobieren. Kunstvermittlerin Agnes Motz führte die Gruppe an Stile heran und förderte ihre Kreativität. „Unsere Beschäftigten haben im Museum wunderbare Anregungen bekommen“, sagt Werkstattleiter Michael Dhom.

Die Einrichtung der Diakonie Ruhr ist einerseits für Industriekunden tätig, besitzt andererseits aber auch einen großen Kreativbereich, wo Textilien, Heimdeko-Artikel und zum Jahresende viel Weihnachtsschmuck entstehen. So war der Schritt naheliegend, im Rahmen des Bildungs- und Qualifizierungsangebotes das Kunstprojekt anzubieten. Bildungsbegleiterin Annette Hiller und Ergotherapeutin Leonora Otte übernahmen die Federführung.

Die künstlerischen Arbeiten zeigen die Begeisterung der Teilnehmenden, jedes Mal Neues zu erfahren und auszuprobieren. „KunstWerkstatt Constantin“ bietet einen Einblick in eine Welt, die bezaubert, nachdenklich macht und dazu einlädt, mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Wie erleben sie sich selbst? Wie sehen sie ihre Umwelt? Wo Berührungen entstehen, wird die Schau integrativ.

Die Ausstellung „Kunstwerkstatt Constantin“ ist bis zum 3. Dezember (mit Unterbrechung zwischen dem 5. und 20. November) im Erdgeschoss des Kunstmuseums Bochum, Kortumstraße 147, zu sehen.

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